Konfirmanden gestalten den Bußtagsgottesdienst
Am 20.11.2002 war es für unsere Paplitz-Fahrer soweit: sie würden ihre Arbeitsergebnisse im Gottesdienst vorstellen. Die Unterrichtsstunden seit der Herbstfahrt waren genutzt worden, das Erarbeitete einzuüben und zu vertiefen. Nun war es 18 Uhr, es läuteten die Glocken - und zahlreiche KonfirmandInnen, einige Eltern und wenig Kerngemeinde erwarteten einen Gottesdienst, der anders gestaltet werden würde als sonst.

Der Gottesdienst war in vier Szenen geteilt: in der ersten Szene führten zwei Bilder in die Jona-Geschichte (Berufung, Flucht und Wurf ins Meer). Die zweite Szene beschrieb Jonas Leidenszeit im Fisch. Ein Tisch symbolisierte den Fisch, in dem Jona saß, während die Geschichte und sein Gebet verlesen wurden. Die dritte Szene stellte Jonas Predigt in Ninive nach; in einem kurzen Anspiel traten die Hauptpersonen dieses Kapitels auf. Eine Bildergeschichte bildete die letzte Szene (Jona in der Wüste, sein Hadern mit Gott und Gottes Antwort auf Jona). Verbunden wurden diese Szenen durch moderne Lieder, die unser Kantor Bernd Sackmann begleitete. Karsten führte uns durch die Liturgie.
Es war ein Gottesdienst, der allen Spaß machte, aber für viele auch eine große Herausforderung war: galt es doch, sich vor einer Gemeinde darzustellen.

Ein Wort von mir zum Schluss: nur wenig Kerngemeinde hatte sich zum Gottesdienst gefunden. Das finde ich unerfreulich. Wie soll Konfirmanden der Besuch des traditionellen Gottesdienstes nahegebracht wedren, wenn die Kerngemeinde ihrerseits nicht auf die Jungen zugeht? Oder meint die Kerngemeinde, mit dem ansonsten üblichen Anmuffeln der Konfis Gemeindeaufbau zu betreiben?

Uwe Heiland