Der Freitag-Abend im OW war anders als sonst. Seit etwa 17:30 Uhr waren Jugendliche zusammen mit Karsten in der Kapelle zugegen: sie bereiteten einen Jugendgottesdienst vor. Kleine Tische wurden im Altarraum aufgebaut, ein Band quer durch die Kapelle gespannt, am Klavier spielte sich Heiko ein. Um 18:30 Uhr läutete Tim die Glocken zum ersten Jugendgottesdienst nach langer Zeit. Gekommen waren neben Jugendlichen aus Wolfgangs Kids-Treff auch KonfirmandInnen, TeilnhmerInnen des Jugendleiterseminars und andere Jugendliche.
Im Zentrum des Gottesdienstes, den Karsten eröffnete, stand die japanische Hochzeitstradition, Friedenskraniche aus Papier zu falten. Robert Kurzweg berichtete kurz, wie dieser Brauch nach dem Atombomben-Abwurf 1945 entstanden war. Dann hieß es, Kraniche zu falzen, sie mit einem Friedenswunsch zu versehen und vor den Altar zu hängen.
Der Raum war wie eine Manufaktur gestaltet: auf den Tischen lagen kopierte Bastelanleitungen nebst praktischem Beispiel aus, so dass es möglich war, die anspruchsvolle Bastelei zu bewältigen.
Gesungen wurden: "Laudato si", "Friedensnetz" und "Komm Herr, segne uns". Den Abschluss des Gottesdienstes bildete ein Friedensnetz, das alle mitknüpften.
Uwe Heiland