Ich geh mit meiner Laterne
Ein schöner Martinstag liegt hinter uns: die Stimmung war gut, das Wetter stimmte, was geplant wurde, gelang auch. Doch der Reihe nach ...
Unser Martinstag begann mit dem Gottesdienst, der allerdings unter einem traurigen Vorzeichen stand: ein langjähriges Gemeindeglied ist letzte Woche vor seiner Zeit und unerwartet verstorben. Viele von uns kannten ihn, und so mussten wir in dem Spannungsfeld leben, einerseits diesen Tod zu verarbeiten und andererseits mit Freude und Engagement ein lange geplantes Fest durchzuführen. Hier nun zeigte sich wieder das segensreiche Wirken unseres Pfarrers Thomas Spiegelberg, der es versteht, uns bei dieser Balance zu begleiten. Zum 90. Psalm ("Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen") hielt er eine wichtige Predigt, die zahlreiche Facetten dieses Psalms betrachtete.
Nach dem Gottesdienst ging es an den Aufbau: fünf Stände für Waffeln, Glühwein, Bratwurst und Büchsenwerfen wurden hergerichtet, in der Kapelle wurden Büchertische und ein Infostand für Aktion "Freunde der Kinder von Tschernobyl" aufgebaut. Im Haus gab es Trödel, Bastelartikel aller Art, dazu ein Bastelraum für Kinder. Die Kaffeestube war schon an den Tagen zuvor liebevoll vorbereitet worden. Im Flipperraum konnten die Kinder Vorlese-Geschichten hören.
Um 15 Uhr begann das Fest. Anfangs sah es nach meinem Eindruck etwas schleppend aus; aber das zerschlug sich bald. Viele kamen, guckten und kauften. Aber nicht nur der Umsatz ist wichtig: viele Gespräche finden statt, Menschen begegnen sich, die Kinder haben Freude. Ab 16:30 Uhr brannte ein Martinsfeuer, das der Posaunenchor musikalisch begleitete. Ein Laternenumzug schloss sich an, der von einem Martinspferd angeführt wurde. Um 18 Uhr begann der Abbau, der gegen 20 Uhr beendet war.
Der logistisch wichtigste Ort bei einem solchen Fest arbeitete auch diesmal wieder reibungslos: die Küche.
Auch finanziell hat sich das Fest gelohnt: es sind etwa 6.500 DM zusammengekommen. Das wird ein wichtiger Grundstock sein für den Besuch unserer weißrussischen Kinder und Freunde im nächsten Jahr. Allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die mitgewirkt haben, sei gedankt :-)
Uwe Heiland