Konfa-Freizeit in Paplitz
In den Herbstferien machten sich 18 KonfirmandInnen aus dem Bereich Lipschitzallee auf, um in Paplitz eine Woche zu verbringen (29.10. bis 2.11.2001). Am Montag-Vormittag ging es mit drei Teamern und einem Betreuer mit der Bahn nach Baruth, wo bereits unser Diakon Karsten Böhm wartete, der mit dem Gemeindebus vorgefahren war. Er brachte uns vom Bahnhof in das etwa vier Kilometer entfernte Paplitz. Nachdem die Zimmer bezogen und das Mittag gegessen worden war, machten wir eine kleine Wanderung in den Nachbarort. Abends spielten wir und guckten den Wim-Wenders-Film "Der Himmel über Berlin". An den anderen Tagen gab es neben den Arbeitseinheiten u. a. einen Kegelnachmittag, eine Wanderung nach Baruth, den Film "Ben Hur" und eine Fete mit Lagerfeuer. Freitag-Nachmittag waren wir wieder in Berlin zurück.

Rüstheim Paplitz

Die Tage in Paplitz haben bei uns folgenden groben Rhythmus: um 8:30 Uhr gibt es Frühstück, danach beginnt die erste Arbeitseinheit. Gegen 12 Uhr bereiten einige das Mittagessen zu, die anderen kaufen ein oder haben Freizeit. Nach dem Mittagessen findet eine weitere Arbeitseinheit oder eine Gruppenaktivität statt. Das Abendessen gibt es gegen 18 Uhr, dem sich ein Abendprogramm (Arbeitseinheit, Spiele oder ein Film) anschließt.

Der Abend wird oft mit einer Meditation beschlossen, sodass die KonfirmandInnen gegen 23 Uhr ins Bett gehen können ;-)
Die KonfirmandInnen teilen sich die Arbeit auf: jeder muss je eine der drei Tagesmahlzeiten zubereiten und am Abreisetag einen Raum saubermachen. Die erwachsenen Betreuer werden durch ältere Jugendliche, die Teamer, unterstützt, die unverzichtbare MitarbeiterInnen sind. Sie stehen den Konfis näher und wirken als "Dolmetscher" und als Puffer.
Das Haus in Paplitz hat eine interessante Geschichte: zur DDR-Zeit war es eine Seminarstätte der Kirche und bot vielen Christen einen Raum, in dem sie vertraulich leben, reden und feiern konnten. Es ist einfach eingerichtet, und basiert auf Selbstversorgung. Ein gewisser Komfort aber ist vorhanden: Zentralheizung, neue Fenster und neue sanitäre Anlagen.

Der Schwerpunkt der Fahrt war die Vorbereitung des Jugendgottesdienstes am Bußtag. Vorbereitet und eingeübt wurden Sketche, eine kurze Liedauslegung und ein menschliches Standbild zu einem meditativen Text. Es war für mich eine Freude anzusehen, wie sie von Tag zu Tag immer sicherer und freier wurden. Der Gottesdienst ist sehr zu empfehlen.

Uwe Heiland