- Zu Gast bei mir selber - Einsamkeit wagen -

Mein Freund der Baum! Frage: Was machen Sie, wenn der Akku am Handy leer ist? - Na klar, aufladen! Und wenn der innere, der persönliche Akku zur Neige geht? Der Schreiber weiß natürlich nicht was Sie tun. - Wir fahren nach Silberbach oder nach . . . , jedenfalls immer am Himmelfahrtstag und dann ist bei uns "aufladen" angesagt. -

Wir, das sind interessierte Gemeindeglieder, die sich aufmachten in das kleine fränkische Nest Silberbach, nahe Selb, an der Porzellanstraße, in eine Oase der Ruhe, dem gleichnamigen Haus: "Silberbach", zu einer gemeinsamen Freizeit, wir sagen dazu: Rüste. Am Himmelfahrtstag ging's also los, siebzehn liebe Nächste, in der Altersspanne zwischen Robert und Elisabeth, so ein richtiger repräsentativer Querschnitt.

Wie geht das: "aufladen"? Also bei uns ging das so: trotz geregelten Ablaufs verlief alles zwanglos, wie das bei freien Menschen in einem freien Land erwartet wird. Das Programm war abwechslungsreich, wie das Wetter, bloß bei dem wußte man zu der Zeit nie, wie es weiterging, bei uns hingegen wußte man das immer! So wechselten Gespräch, Schwimmen, Diskussion, Ausflüge, Gesang und Speisen in unterschiedlicher, variabler Reihenfolge. Aber alles mit wohl aufbereitetem System, da hat unser Pfarrer im Vorfeld viel Mühe aufgewandt. Immer wenn dann ein Programm so leicht und locker abgewickelt wird, ist man geneigt den Vergleich vom Schweizer Präzisionsuhrwerk anzubringen. Hier war es so, danke lieber Thomas Spiegelberg und Dank den vielen hilfsbereiten Unterstützenden.

Sicher wollten Sie noch etwas vom Ergebnis erfahren? Natürlich gern, und um im Bild des "Aufladens" zu bleiben, kann berichtet werden: bei uns hat's geklappt, keiner war am Ende "überladen". Nirgends knallte eine Sicherung durch. Selbstverständlich, daß auch biblische und mystische Vertiefungen den Themenkreis rundeten. Unser Weltbild haben wir ein wenig zurechtgerückt, unsere Weitsicht nachreguliert und unseren Blick für Natur und Schöpfung geschärft. Das gipfelte zum Beispiel darin, dass jeder Einzelne von uns ein Liebesverhältnis zu einem selbst erwählten Baum begann, mit einfühlsamer Zuneigung, bis zu einer innigen Umarmung. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Haben Sie auch ein persönliches Verhältnis zur Schöpfung Gottes?

Übrigens: Na klar, können auch Sie das nächste Mal mit dabei sein!

D-t.