Der Orchideenweg im Winter Weihnachten in der Philipp-Melanchthon-Kapelle Wie jedes Jahr zu Weihnachten fanden auch diesmal in der Philipp-Melanchthon-Kapelle im Orchideenweg, Berlin-Rudow, zahlreiche Gottesdienste statt. Auf einige von ihnen möchte ich zurückblicken.

Das Krippenspiel um 16 Uhr

Wie andernorts berichtet, hatten einige Kinder und eine Konfirmandin am Vortage zusammen mit Brenda Sorg ein Krippenspiel eingeübt. Nun war es soweit: aufgeregt fieberten sie ihrem großem Auftritt entgegen. Mit dem Läuten zogen sie dann in eine vollbesetzte Kapelle.

Durch den Gottesdienst führte Pfr. Spiegelberg. Anstelle einer schlichten Evangeliums-Lesung führten die Kinder das Krippenspiel auf. Zahlreiche volkstümliche Weihnachts-Choräle gaben Jung und Alt Gelegenheit zum Mit-Einstimmen.
Nach dem Gottesdienst verteilte Brenda den "Goldschatz" an die mitwirkenden Kinder: kleine Aufmerksamkeiten als Dank für einen gelungenen Gottesdienst. Kleine Geschenke

Die Christvesper um 18 Uhr

Dieser Gottesdienst wird bei uns stets traditionell gehalten. Verantwortlich war diesmal Lektor Dieter Schukat. Unterstützt wurde er von Uwe Wilke und Uwe Heiland. Lektor Schukat hatte sich eine Dialogpredigt herausgesucht, die in einem Dreiergespräch das bekannte Evangelium auslegte. Ein Kind stellte dabei seine zahlreichen Fragen an den Vater und an den Evangelisten Lukas. Diese Form der Verkündigung hat viele Gottesdienstbesucher angesprochen. Schlusspunkt war der Choral "Stille Nacht" bei Kerzenschein.

Die Christmette um 23 Uhr

Nach den Feierlichkeiten des Heiligen Abends empfinden viele die Mette als Gelegenheit zu erstem Luft-Holen und zum Besinnen. Gewöhnlich ist dieser Gottesdienst ruhiger, aber auch tiefgründiger gehalten. Durch die Feier führte wieder Pfr. Spiegelberg. Im Zentrum seiner Predigt stand das "Fürchtet Euch nicht!" der Engel. Nach dem Gottesdienst wurde zu einem kleinen Sektumtrunk geladen, bei dem es noch Gelegenheit zu manchem Gespräch gab.
Für viele aus der Gemeinde ist gerade die Christmette ein Art Geheimtipp: viele, die sonst selten zum Gottesdienst kommen, sind dort zu finden. Es ist schön, dass sich auch in der heutigen Zeit noch Traditionen verankern können.

Der zweite Weihnachtstag

Unsere Kirchenordnung sieht für diesen Tag auch das Gedenken an den Erzmärtyrer Stephanus vor. Gemäß der Schrift gilt er als der erste Diakon und eben auch als der erste, der durch Rufmord und falsche Anklage zum ersten Märtyrer wurde (Apg. Kap. 6 und 7). Pfr. Spiegelbergs Predigt drehte sich um die Umstände dieses Todes und seine Lehren für uns heute. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch einige Orgelstücke, die unser Kantor, Herr Fischer, vorbereitet hatte.

Schöne Gottesdienste, die mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt worden waren, liegen hinter uns. Mögen sie ein erster Höhepunkt für ein gesegnetes Kirchenjahr sein! Die Schlussworte der Predigt zur Christmette sollen diesen Rückblick beschließen: "Fürchtet Euch nicht! Fürchtet Euch niemals mehr!"

Uwe Heiland